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Kranich(t)raum Goldene Aue

Kraniche Goldene Aue

Länderübergreifendes Projekt für Naturschutz und regionale Entwicklung

Der Helmestausee und die Goldene Aue zählen zu den bedeutendsten Naturräumen Mitteldeutschlands. Als Rast- und Brutgebiet für zahlreiche Vogelarten besitzen sie eine hohe naturschutzfachliche Bedeutung und stehen unter nationalem und internationalem Schutz. Seit 1978 gehört der Helmestausee zudem zu den deutschen Ramsar-Gebieten, also Feuchtgebieten von internationaler Bedeutung.

Mit dem Projekt „Kranich(t)raum Goldene Aue – Perspektiven für Mensch und Natur“ wird dieser wertvolle Naturraum langfristig gesichert und gleichzeitig eine naturverträgliche Entwicklung der Region gefördert.


Projektstart und Zusammenarbeit

Das Projekt läuft seit Dezember 2025 und ist bis Ende 2031 angelegt. Mit dem ersten Treffen der Projektarbeitsgruppe (PAG) am 26. Februar 2026 im Schloss Heringen ist das Vorhaben auch öffentlich gestartet. An der Auftaktveranstaltung nahmen rund 40 Vertreterinnen und Vertreter aus Projektpartnerschaften, Behörden und Kommunen teil. Die Projektarbeitsgruppe dient dem regelmäßigen Austausch zwischen den beteiligten Akteuren und wird im weiteren Projektverlauf kontinuierlich fortgeführt.


Bedeutung des Helmestausees

Der Helmestausee zählt zu den wichtigsten Vogelrastgebieten Deutschlands. Er ist der drittgrößte Kranichrastplatz bundesweit. Während der Zugzeit im Herbst rasten hier an einzelnen Tagen bis zu 56.000 Kraniche gleichzeitig. Insgesamt wurden im Gebiet mehr als 300 Vogelarten nachgewiesen, darunter zahlreiche schutzrelevante Brut- und Rastvögel.


Ziele und Maßnahmen

Ziel des Projektes ist es, die ökologischen Qualitäten des Gebietes zu erhalten und weiterzuentwickeln sowie gleichzeitig Naturerleben und regionale Entwicklung in Einklang zu bringen.

Im Mittelpunkt stehen:

  • Sicherung und Verbesserung von Lebensräumen für Kraniche und weitere Vogelarten

  • Reduzierung von Störungen in sensiblen Bereichen und Zeiten

  • fachliche Begleitung und Monitoring der Bestände

  • Stärkung des Bewusstseins für die Bedeutung des Gebietes

  • Entwicklung eines naturverträglichen Tourismus

     

Das Projekt knüpft an bestehende Naturschutz- und Tourismusansätze an und entwickelt diese länderübergreifend weiter.


Natur erleben und Region stärken

Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist die Förderung eines naturverträglichen Tourismus. Ziel ist es, Besucherinnen und Besuchern ein intensives Naturerlebnis zu ermöglichen und gleichzeitig sensible Lebensräume zu schützen.

Ein Beispiel dafür ist das Humboldtsche Schloss Auleben, das künftig als Besucher- und Bildungsort weiterentwickelt werden soll. Geplant ist unter anderem eine Ausstellung rund um den Kranich und die Besonderheiten der Region.


Projektpartner und Förderung

Das Projekt wird gemeinsam umgesetzt vom:

  • Landschaftspflegeverband Südharz/Kyffhäuser e. V.

  • NABU Landesverband Sachsen-Anhalt e. V.

  • Stadt Heringen/Helme

     

Gefördert wird das Vorhaben im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie durch die Länder Thüringen und Sachsen-Anhalt.

 


Kontakt

Für Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung:
 

LPV Südharz/Kyffhäuser e. V.
Astrid Koschorreck | LPV Südharz/Kyffhäuser e. V. |  

 

Projektleitung NABU (Verbundkoordination)
Lucian Elles | NABU LV Sachsen-Anhalt e. V. | Projektleitung (anteilig) 

 

Projektleitung Stadt Heringen/Helme
Torsten Kauschke | Stadt Heringen/Helme |

 

Bund
Thüringen
Bundesprogramm Biologiosche Vielfalt
NABU Sachsen-Anhalt
Stadt Heringen