BfN-Projekt VIA Natura 2000

VIA Natura 2000 (BfN-Projekt)

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Förderung: Bundesprogramm Biologische Vielfalt

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Projektträger: Stiftung Naturschutz Thüringen (Link: https://www.stiftung-naturschutz-thueringen.de/)

Projektpartner: LPV Altenburger Land e.V., LPV Mittelthüringen e.V., Naturforschende Gesellschaft Altenburg, U.A.S. Umwelt- und Agrarstudien GmbH, Wildtierland Hainich gGmbH

Laufzeit: Mai 2020 bis April 2026

Fördervolumen gesamt: ca. 5.650.000 €

Website: www.via-natura-2000.de

 

VIA Natura 2000 – Vernetzung für Insekten in der Agrarlandschaft

Am 01.05.2020 startete das Projekt „VIA Natura 2000 – Vernetzung für Insekten in der Agrarlandschaft zwischen Natura 2000-Gebieten in Thüringen“. Es wird über einen Zeitraum von sechs Jahren mit insgesamt 5,65 Mio. € aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert.

Eine der Projektregionen ist Nordthüringen. Hier ist die Natura 2000-Station Südharz/Kyffhäuser Projektträger und zentrale Ansprechpartnerin vor Ort. Die Koordination aller Projektpartner übernimmt die Stiftung Naturschutz Thüringen.

Ziel des Projektes ist die Wiederherstellung, Entwicklung und langfristige Sicherung artenreicher Feldraine. Dabei handelt es sich um kraut- und grasbewachsene, überwiegend gehölzfreie Randstreifen zwischen Äckern, entlang von Wegen oder an Feldrändern.


Warum Feldraine wichtig sind

Feldraine – auch als Säume bezeichnet – ergänzen bestehende Maßnahmen wie Ackerrandstreifen, Blühstreifen und Uferrandstreifen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt und erfüllen zugleich zentrale Funktionen im Agrarraum:

  • Lebensraum für zahlreiche Insekten- und Pflanzenarten

  • Förderung natürlicher Gegenspieler von Schädlingen

  • Schutz vor Bodenerosion

  • Aufwertung des Landschaftsbildes und der Erholungsfunktion

Als Bestandteil der historisch gewachsenen Kulturlandschaft tragen sie zudem zur Attraktivität der Region bei.


Maßnahmen im Projekt

Im Rahmen des Projektes werden Feldraine neu angelegt und bestehende Strukturen verbessert:

  • Neuanlage von Säumen durch Einsaat regionaler Wildpflanzenmischungen

  • Entwicklungs- und Folgepflege zur Sicherung der Artenvielfalt

  • Optimierung bestehender Feldraine durch angepasstes Pflegemanagement

Entgegen der häufigen Annahme benötigen Feldraine eine regelmäßige Pflege. In der Regel ist eine einmalige Mahd pro Jahr erforderlich, wobei der richtige Zeitpunkt entscheidend für den Erhalt der Artenvielfalt ist.

Während der Projektlaufzeit können Anlage und Pflege der Feldraine über das Projekt gefördert werden. Landwirtschaftliche Betriebe haben zudem die Möglichkeit, Feldraine als Landschaftselemente anrechnen zu lassen und hierfür Betriebsprämien zu erhalten.


Zusammenarbeit mit Landnutzern

Die konkrete Ausgestaltung der Maßnahmen erfolgt in enger Abstimmung mit Eigentümerinnen und Eigentümern sowie landwirtschaftlichen Betrieben. Ziel ist es, die Maßnahmen so in bestehende Bewirtschaftungsabläufe zu integrieren, dass sie praktikabel und dauerhaft umsetzbar sind.

Eine nachhaltige Entwicklung artenreicher Feldraine gelingt nur, wenn ökologische Anforderungen und landwirtschaftliche Nutzung gemeinsam gedacht werden.


Perspektiven

Langfristig können Feldraine beispielsweise über kommunale Feldwegesatzungen gesichert werden. Diese regeln neben Nutzungsbeschränkungen auch Pflichten der Wegnutzer und tragen so zur dauerhaften Erhaltung der Strukturen bei.

 


Kontakt

Für Informationen zum Projekt VIA Natura 2000 sowie zur Umsetzung artenreicher Feldraine wenden Sie sich gern an uns.
Der zuständige Projektmitarbeiter steht Ihnen für fachliche Beratung und Begleitung zur Verfügung.

 

Kontakt: Tobias Ehrhardt

Tel. 03631 4966478

E-Mail: