Abgeschlossene NALAP-Projekte

des Programms zur Förderung von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege in Thüringen.

 

Die Projekte werden mit Mitteln des Bundes und des Freistaates Thüringen aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) gefördert.

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Nähere Informationen zur NALAP-Förderrichtlinie und der Beantragung von Projekten finden Sie unter https://umwelt.thueringen.de/themen/natur-artenschutz/foerderung/nalap


 

2025 Erhalt und Wiederherstellung der Streuobstwiese im GLB "Jechaer Brückental" II

Maßnahmen zum Erhalt von Streuobstwiesen

Förderung: Natur- und Landschaftspflege-Programm in Thüringen (NALAP)

Projektzeitraum: Oktober 2025 bis Februar 2026

 

Im Geschützten Landschaftsbestandteil (GLB) "Jechaer Brückental" wurden auf ca. 5,5 ha Streuobstwiese 190 Obstbäume geschnitten und ein Teil der Fläche entbuscht. Dabei wurden Strukturelementen wie Gebüschgruppen und Ackerrandsäume belassen, welche Vögeln und anderen Tieren als Rückzugsort dienen. Zudem wurden Schnittguthecken als Sonderhabitat für z.B. Reptilien angelegt.

Die Maßnahmen dienten dem Erhalt der Streuobstwiese und dem Schutz der an halboffene Lebensräume gebundenen Vögel, wie dem Wendehals, Neuntöter oder Grünspecht. Zudem wurde die Bewirtschaftung der Flächen als Weide erleichtert und die Weidefläche erweitert.

2025 Pflege der Streuobstbestände in der Holzgrube bei Ichstedt

Maßnahmen zum Erhalt von Streuobstwiesen

Förderung: Natur- und Landschaftspflege-Programm in Thüringen (NALAP)

Projektzeitraum: November 2025 bis Februar 2026

 

Die ca. 10 ha große Projektfläche in der sogenannten Holzgrube bei Ichstedt ist durch einen Streuobstbestand als alten Kirschbäumen chararkterisiert. Im Rahmen des Projektes wurden die mehr als 600 Obstbäume geschnitten um so die Altbäume mit ihren Höhlen, Nischen und stehendem Totholz als Lebensraum für zahlreiche Tiere zu erhalten. Ein besonderes Augenmerk lag hier auf den totholzbewohnenden Käfern dem Hirschkäfer (Lucanus cervus) und dem Eremiten (Osmoderma eremita).

Zudem ist der Unterwuchs durch eine hervorragend ausgeprägte Flachland-Mähwiese (FFH-LRT 6510) charakterisiert. Diese gilt es zu erhalten. Mit den Erhaltungs- und Entlastungsschnitten der Obstbäume wurden die Bewirtschaftung des Grünlandes verbessert, da keine Äste mehr herunterzubrechen drohen.

2025 Pflege des Manhatten-Steinbruches bei Steinthaleben

Entbuschung und Mahd Trockenrasenflächen und Pionierfluren

Förderung: Natur- und Landschaftspflege-Programm in Thüringen (NALAP)

Projektzeitraum: Oktober 2025 bis Februar 2026

 

Das ehemalige Lößabbaufeld bei Steinthaleben bietet einen großen Strukturreichtum mit Magerrasen, Pionierfluren und offenen Lößwänden. Bemerkenswert ist ein Vorkommen der sehr seltenen, schmarotzenden Böhmischen Sommerwurz (Orobanche bohemica). Um das artenreiche Gebiet zu erhalten, wurden im Rahmen des Projektes auf einer ca. 1 ha großen Fläche Pioniergehölze und Trockengebüsche entnommen sowie eine Regenerationsmahd durchgeführt. Zudem wurdenweitere Abbruchkanten und Schnittguthecke als Sonderhabitate angelegt.

 

Die Natura 2000-Station setzt sich darüberhin dafür ein, die Fläche durch Beweidung langfristig offen zu halten.

2025 Sanierung der Streuobstwiese bei Niedergebra "Überm Heerwege"

Maßnahmen zum Erhalt von Streuobstwiesen sowie Mahd und Entbuschung

Förderung: Natur- und Landschaftspflege-Programm in Thüringen (NALAP)

Projektzeitraum: Oktober 2025 bis Februar 2026

Projektträger: Flächeneigentümerin

 

Der Landschaftspflegeverband Südharz/Kyffhäuser e. V. unterstützte die Flächeneigentümerin bei der Projektbeantragung und Umsetzung zur Pflege einer 0,60 ha großen Streuobstwiese in Niedergebra mit über 100 Obstbäumen unterschiedlicher Altersstufen. Aufgrund fehlender Nutzung in den vergangenen Jahren waren Schnittmaßnahmen und die Freistellung verbuschter Bereiche erforderlich.

Im Projekt wurden Alt- und Habitatbäume fachgerecht gepflegt sowie Mahd und Entbuschung durchgeführt, um die Fläche langfristig wieder nutzbar zu machen.

 

Ziel war der Erhalt der Streuobstwiese als wertvoller Lebensraum für zahlreiche, teils geschützte Arten. Die weitere Pflege soll durch die Eigentümerfamilie und eine geplante Beweidung gesichert werden.

 

Im Rahmen der Projektmaßnahmen wurden die Projektflächen von aufgewachsenen Gebüschen und Pioniergehölzen befreit. Es erfolgte ein schonendes Beräumen des Schnittgutes, sodass anschließend die Bewirtschaftung der Flächen vereinfacht wurde. Die nun regelmäßige Beweidung und Mahd der Flächen fördert die wertvolle Trockenrasenvegetation mit z.T. beträchtlichen Orchideenbeständen.

2025 Sicherung von zwei Streuobstwiesen und drei Obstbaumreihen im Kyffhäuserkreis

Maßnahmen zum Erhalt von Streuobstwiesen

Förderung: Natur- und Landschaftspflege-Programm in Thüringen (NALAP)

Projektzeitraum: November 2025 bis Februar 2026

 

Auf fünf Teilflächen mit Streuobstbeständen bzw. Streuobstreihen wurden Pflegeschnitte der Obstbäume umgesetzt. Im Projekt wurden zwei Streuobstwiese bei Rottleben und Oberbösa sowie drei Obstbaumreihen in den Gemarkungen Hohenebra, Himmelsberg und Wenigenehrich gepflegt. Die Arbeiten dienten dem Erhalt der alten, höhlen- und nischenreichen Obstbäume als Lebensräume zahlreicher Tiere und dem Erhalt der Streuobstwiesen als geschütztes Biotop.

2025 Umsetzung Managementplanung im FFH-Gebiet Nr. 11 (Bereich des NSG "Süd-West-Kyffhäuser")

Pflege von 5 Offenlandlebensräumen (LRT 6110*, 6210, 6240* und 8210)

Förderung: Natur- und Landschaftspflege-Programm in Thüringen (NALAP)

Projektzeitraum: November 2025 bis Februar 2026

 

Im Bereich des Naturschutzgebietes (NSG) "Süd-West-Kyffhäuser" wurden im Rahmen dieses Projektes etwa 5,6 ha Offenlandlebensräume auf fünf Teilflächen gepflegt. Die bemerkenswerten Ausprägungen der FFH-Lebensraumtypen 6110* (Basenreiche Kalk- und Pionierrasen), 6210 (Kalk-(Halb-)Trockenrasen und ihre Verbuschungsstadien), 6240* (Steppenrasen) und 8210 (Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation) waren durch sukzessives Zuwachsen bedroht. Im Projekt wurden Pioniergehölze und Trockengebüsche entnommen, um die Flächen wieder freizustellen. Dabei wurden Strukturelemente, wie Gebüschinseln und Heckenbereiche belassen sowie Schnittguthecken als Sonderhabitat u.a. für Reptilien angelegt. Die Flächen werden wieder extensiv mit Schafen und Ziegen beweidet, um sie langfristig offen zu halten.

2024 Entbuschung eines Trockenrasens im Wipperdurchbruch Günserode

Entbuschung ausgewählter Trockenrasenflächen (LRT 6210*) im Wipperdurchbruch bei Günserode

Förderung: Natur- und Landschaftspflege-Programm in Thüringen (NALAP)

Laufzeit: November 2024 bis Februar 2025

 

Die Natura 2000-Station begleitet in den kommenden Monaten die Entbuschungsmaßnahmen auf insgesamt 0,64 ha Trockenrasen. Die zwei Projektflächen liegen nördlich und östlich der Gemeinde Günserode im Naturschutzgebiet „Wipperdurchbruch“ und dem FFH-Gebiet 13 „Hainleite - Wipperdurchbruch - Kranichholz“. Durch die geringe Größe der Flächen war eine Bewirtschaftung in den vergangenen Jahren nur gelegentlich möglich. Dies führte zu vermehrter Sukzession und Verdrängung der wertvollen Offenlandbereiche.

 

Im Rahmen der Projektmaßnahmen werden die Projektflächen von aufgewachsenen Gebüschen und Pioniergehölzen befreit. Es erfolgt ein schonendes Beräumen des Schnittgutes, sodass anschließend die Bewirtschaftung der Flächen vereinfacht wird. Die regelmäßige Beweidung und Mahd der Flächen fördert die wertvolle Trockenrasenvegetation mit z.T. beträchtlichen Orchideenbeständen.

2024 Pflege einer Streuobstwiese bei Rottleben

Sicherung und Revitalisierung der Streuobstwiese in Hackerode südlich von Rottleben

Förderung: Natur- und Landschaftspflege-Programm in Thüringen (NALAP)

Laufzeit: November 2024 bis Februar 2025

 

Die Natura 2000-Station wird im kommenden Winterhalbjahr die Pflegemaßnahmen einer alten Kirschplantage südlich der Gemeinde Rottleben begleiten. Nach Absprache mit den Flächeneigentümern sowie der unteren Naturschutzbehörde können 420 Obstgehölze einem Erhaltungs- und Erziehungsschnitt unterzogen werden. Zudem werden die stak zugewachsenen Randbereiche der Streuobstwiese von Pioniergehölzen befreit. Vereinzelt werden Schnittguthecken als Lebensraum und Strukturelement angelegt.

 

Von den Pflegemaßnahmen profitieren zahlreiche Tiere, welche an halboffene Landschaften gebunden sind oder die Höhlen der alten Obstbäume als Lebensraum benutzen. Im Gebiet konnten z.B. Neuntöter, Goldammer, Wendehals und Grünspecht gesichtet werden. Des Weiteren wurde im Projektgebiet die Wildkatze nachgewiesen, welche strukturreiche Landschaften als sichere Wanderroute und zur Nahrungssuche braucht. Zudem werden alte Obstsorten erhalten und die Bewirtschaftung der Streuobstwiese erleichtert.

 

Die Maßnahmen werden durch eine regional ansässige Fachfirma durchgeführt. Die fachliche Begleitung wird durch die Mitarbeiter der Natura 2000-Station sichergestellt.

2024 Pflege eines Streuobstbiotopkomplexes bei Oberbösa

Pflege des Streuobstbiotopkompexes am Schmalenbach und der Obstbaumalleen bei Oberbösa

Förderung: Natur- und Landschaftspflege-Programm in Thüringen (NALAP)

Laufzeit: November 2024 bis Februar 2025

 

In einem wertvollen Streuobst-Biotopkomplex bei Oberbösa werden in den kommenden Monaten umfangreiche Landschaftspflegemaßnahmen durchgeführt. Die Natura 2000-Station hat für die Umsetzung ein Projekt zur Förderung von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege in Thüringen (NALAP) beantragt. Es sollen eine 2 ha große Streuobstwiese und insgesamt 2,43 km Streuobstalleen, sowie ein Quellgebiet im Norden der Streuobstwiese als Amphibienlebensraum mit den Projekt-Maßnahmen erhalten werden.

 

Die Natura 2000-Station ist auf den schlechten Zustand der wertvollen Landschaftsbestandteile aufmerksam geworden. Bislang fehlt auf Teilen der Streuobstwiese die Bewirtschaftung des Grünlandes, was zur Sukzession führt. Die teilweise sehr alten Obstbäume wurden lange nicht gepflegt, was letztlich zu Astbruch und frühzeitigem Absterben des gesamten Baumes führen kann. Der Quellbereich ist teilweise verrohrt und verlandet, wodurch seine Funktion als Amphibienlebensraum beeinträchtigt wird.

 

Die geplanten Maßnahmen umfassen den Pflegeschnitt der Obstbäume und die Entbuschung des bisher nicht bewirtschafteten Teils der Streuobstwiese. Von diesen Arbeiten profitieren unter anderem Fledermäuse, Vögel und andere Baumbewohner, da Höhlen und Spalten in den Obstbäumen als wichtige Lebensräume erhalten bleiben. Zudem wird die Verrohrung des Quellbereiches entfernt und zwei Tümpel wiederhergestellt, um Amphibien und anderen Wasserbewohnern einen Lebensraum zu bieten.

2024 Pflege und Faschinierung am Solgraben Artern

Faschinierung des südlichen Abschnittes am Solgraben Artern und Habitatpflege der Halophytenbestände im FFH-Gebiet 15

Förderung: Natur- und Landschaftspflege-Programm in Thüringen (NALAP) 

Laufzeit: November 2024 bis Februar 2025

 

Die Natura 2000-Station wird in den nächsten Monaten Landschaftspflegemaßnahmen am Arterner Solgraben durchführen lassen. Es wird die weitere Faschinierung des Uferbereiches und die Pflege der wertvollen Salzwiesen umgesetzt werden. Die Maßnahmen wurden mit der unteren Naturschutzbehörde, der unteren Wasserbehörde, dem Gewässerunterhaltungsverband Untere Unstrut / Helderbach, der Stadt Artern als Flächeneigentümer sowie Herr Dr. Pusch, dem Leiter der Naturparke Kyffhäuser & Südharz, abgestimmt.

 

Der Solgraben sowie die umgebenden Salzwiesen des FFH-Lebensraumtypes 1340* „Salzwiesen im Binnenland“ sind u.a. Heimat der in Thüringen vom Aussterben bedrohten Pflanzen Meeres-Salde Ruppia maritima und Felsen-Beifuß Artemisia rupestris. Um diese einzigartige Pflanzenwelt im Naturschutzgebiet „Arterner Solgraben“ zu erhalten, wurde das Projekt von der Natura 2000-Station initiiert. Die Projektmaßnahmen umfassen den Einbau von Faschinen auf einer Gesamtlänge von 220 m Länge. Beginnend an der Weststraße und flussabwärts verlaufend bis auf Höhe der Verrohrung nahe der Tankstelle. Ziel ist es, die abbrechenden Ufer zu sichern, die Fließgeschwindigkeit zu erhöhen und einen ungestörten Abfluss zu gewährleisen. Zudem werden ausgewählte Salzwiesenbereiche gemäht, Pflanzbeete von unerwünschten Pflanzen befreit und Schilf partiell entfernt.

 

Im 2021 abgeschlossenen Vorgängerprojekt 2019 ENL 0006 gelang es der Natura 2000-Station den Abschnitt zwischen Weststraße und Friedhofsmauer mit neuen Uferbefestigungen auszustatten und somit ein weiteres Abbrechen des Wanderweges zu unterbinden. Um die damaligen Projekterfolge zu verstetigen und den Zustand des Schutzgebietes weiter zu verbessern, werden bis vsl. Februar 2025 die geplanten Maßnahmen umgesetzt.

2024 Pflege einer Obstbaumallee bei Kehmstedt

Entbuschung, Pflege- und Erhaltungsschnitt von Altbäumen einer Obstallee bei Kehmstedt

Förderung: Natur- und Landschaftspflege-Programm in Thüringen (NALAP)

Projektträger: Gemeinde Kehmstedt

Laufzeit: Oktober 2024 bis Februar 2025

 

In den kommenden Monaten werden an einer Obstbaumallee westlich der Gemeinde Kehmstedt umfangreiche Landschaftspflegemaßnahmen durchgeführt. Zur Aufwertung und zum Erhalt dieses wertvollen Landschaftsbestandteils hat die Gemeinde Kehmstedt in Zusammenarbeit mit der Natura 2000-Station „Südharz / Kyffhäuser“ einen Antrag auf Förderung von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege in Thüringen (NALAP) gestellt. Auf ca. 1,5 km können dadurch insgesamt 95 Obstbäume gepflegt werden.

 

Die teilweise sehr alten Obstbäume wurden lange nicht gepflegt, was letztlich zu Astbruch und frühzeitigem Absterben des gesamten Baumes führen kann. Die geplanten Maßnahmen umfassen den Pflegeschnitt der Obstbäume, um die Langlebigkeit jüngerer Bäume zu fördern. Gleichzeitig können auch die Altbäume mit Höhlen und Totholz als Lebensräume für Vögel, Bilche und Fledermäuse erhalten werden. Auf diese Weise soll zudem der Bestand alter, regionaler Sorten gesichert werden. Zugewachsene Bäume werden freigeschnitten, wobei die Hecken zwischen den Bäumen erhalten bleiben. So dienen Obstbaumalleen der Vernetzung von Lebensräumen in der Kulturlandschaft.

2024 Pflege eines Halbtrockenrasens im Mittleren Helbetal bei Thüringenhausen

Erstpflege von 3 ha Trespen-Schwingel-Kalk-Trockenrasen mit Streuobst im GLB Mittleres Helbetal östlich Thüringenhausen

Förderung: Natur- und Landschaftspflege-Programm in Thüringen (NALAP) 

Laufzeit: Oktober 2024 bis Februar 2025

 

Im Geschützten Landschaftsbestandteil „Mittleres Helbetal“ knapp 2 km östlich von Thüringenhausen werden in den kommenden Monaten umfangreiche Landschaftspflegemaßnahmen durchgeführt. Es soll ein Trockenrasen mit kleineren Streuobstbeständen mit Pflegemaßnahmen wiederhergestellt werden. Auf der 3 ha großen Projektfläche finden sich z.B. seltene Arten wie Frühlings-Adonisröschen Adonis vernalis, Graue Skabiose Scabiosa canescens, zahlreiche Tagfalter und Laufkäfer.

 

Die Flächen befinden sich derzeit in einem naturschutzfachlich schlechten Zustand, weil eine fehlende Bewirtschaftung zur starken Verbuschung der Fläche und somit zum Verlust wertvoller Offenlandbereiche führte. In den Jahren 2018 bis 2020 konnten auf drei angrenzenden Flächen erfolgreiche Pflegemaßnahmen durchgeführt werden. Nun soll eine weitere Magerrasen-Fläche wiederhergestellt werden. 

 

Auf der diesjährigen Projektfläche sind Entbuschungsmaßnahmen, die Entnahme von Pioniergehölzen und die Beräumung der Fläche vom Schnittgut geplant. 

 

Dabei werden einzelne Gehölzinseln und Streifen als Strukturen belassen. Außerdem werden die vorhandenen Obstbäume gepflegt, um diese zu erhalten. Nach Abschluss der Maßnahmen soll auch dieser Abschnitt in die Beweidung durch einen ortsansässigen Schäfereibetrieb aufgenommen werden.

2023 Erhalt der Streuobstwiese im GLB Weinberg Bendeleben

Auf einer Streuobstwiese am „Weinberg“ in Bendeleben wurden im Winterhalbjahr 2023/24 auf einer Fläche von 10,3 Hektar Obstgehölze gepflegt. Um die Obstbaumbestände als wichtigen Lebensraum für eine Vielzahl seltener und bedrohter Tier- und Pflanzenarten zu erhalten, wurde ein Erhaltungs- und Erziehungsschnitt an den vorhandenen Bäumen durchgeführt. Außerdem wurden Schnittguthecken angelegt. Durch die Bemühungen der Natura-2000 Station ist es gelungen, eine Pflege der gesamten Flächen durch eine Ziegenherde zu organisieren.

2023 Pflege des Teiches und der Kopfweiden im GLB

Im Winterhalbjahr 2023/24 betreute die Natura 2000-Station ein NALAP-Projekt zur Pflege des „Igelsees“ bei Allmenhausen. Der Teich ist Lebensraum zahlreicher Amphibienarten, darunter die in Thüringen als gefährdet eingestuften Berg- und Nördlichen Kammmolche. Aufgrund der anhaltend trockenen Jahre ging die Größe der Wasserfläche in den vergangenen Jahren zunehmend zurück. Den Kopfweiden im Uferbereich droht auf Grund ausbleibender Baumpflege seit einigen Jahren zunehmend Astbruch und ein Auseinanderbrechen der Bäume, die einen wichtigen Unterschlupf- und Rückzugsort für die Amphibien darstellen. Im Rahmen des Projektes wurde der Teich entschlammt und die Kopfweiden erhielten einen Pflegeschnitt, das Schnittgut wurde als Sonderhabitat zum Teil auf der Fläche belassen. Somit wurde der Lebensraum als Komplex aus Wasser- und Landlebensraum naturschutzfachlich aufgewertet, für die Amphibien entstanden verbesserte Lebens- und Fortpflanzungsbedingungen und der Kopfweidenbestand wurde für ca. 15 Jahre gesichert.

2023 Sanierung der Streuobstwiese an der Hartd bei Bendeleben

Bei Bendeleben wurde im Winterhalbjahr 2023/24 eine 2,1 ha große Streuobstwiese an der Hardt saniert. Die Natura 2000-Station unterstützte den Bewirtschafter der Fläche bei der Projektbeantragung und -umsetzung. Durch Entbuschung der Wiese und Erhaltungsschnitt der fast 200 Obstbäume wurde der Zustand der Streuobstwiese verbessert. Die Altbäume mit Höhlen und Spalten stellen einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Tiere wie Fledermäuse, Totholzkäfer und Vögel dar. Zur langfristigen Pflege wird eine Beweidung der Fläche erfolgen.

2023 Pflege des Teiches Schernberg als Habitat der Knoblauchkröte

Die Stadt Sondershausen setzte in Zusammenarbeit mit der Natura 2000-Station Pflegemaßnahmen am Teich in der Gemeinde Schernberg um. Das Gewässer ist als Lebensraum der stark gefährdeten Knoblauchkröte bekannt und auch für andere Amphibien ein wichtiges Fortpflanzungshabitat. Um dieses zu erhalten, wurde vom November 2023 bis April 2024 eine Entschlammung des Teiches, die Instandsetzung des Zu- und Abflusses sowie Pflege der umgebenden Kopfweiden und Streuobstbestände durchgeführt. Somit führt der Teich zukünftig ausreichend Wasser, um das Laichen und Aufwachsen der Amphibien zu ermöglichen.

2023 Pflege des Magerrasenkomplexes im Herztal bei Badra

Ein 1,7 ha großer Biotopkomplex aus Halbtrockenrasen und Streuobstwiesen im sog. Herztal bei Badra wurden im Winterhalbjahr 2023/24 gepflegt. Die Natura 2000-Station unterstützte den Bewirtschafter bei dem Projekt zur Entbuschung der wertvollen Offenlandbereiche. Zudem wurden die alten Obstbäume durch Erhaltungs- und Entlastungsschnitte gepflegt. Die Landschaftspflegemaßnahmen fördern eine positive Entwicklung der Halbtrockenrasen sowie den Erhalt der Altbäume als Lebensraum für Höhlen- und Nischenbewohner. Die Flächen sind nun für eine Mahd und Beweidung eingerichtet und können langfristig in einem guten Pflegezustand gehalten werden.

2023 Aufwertung des Waldteiches Sollstedt

Im Winterhalbjahr 2023/24 betreute die Natura 2000-Station ein NALAP-Projekt der Gemeinde Sollstedt zur Aufwertung des Teiches im Norden der Ortschaft. An der Friede liegt ein Waldteich, welcher sehr gut als Amphibiengewässer geeignet ist. Daher erfolgte eine Entschlammung des Teiches sowie die Befestigung eines Uferbereiches und Errichtung einer Infotafel für Umweltbildungszwecke. Nach den Maßnahmen war der Teich ausreichend sonnenbeschienen und tief genug, um über für das Laichen und Wachstum der Kaulquappen lange Wasser zu führen.

2023 Pflege und Wiederherstellung der Halbtrockenrasen, Pionierfluren und Steppenrasen am Roten Berg bei Bad Frankenhausen

Auf zwei, nordöstlich von Bad Frankenhausen gelegenen Maßnahmenflächen mit einer Gesamtgröße von 2,7 ha wurde im Winterhalbjahr 2023/24 der sukzessive Aufwuchs von Gehölzen beseitigt, um wertvolle Kalk-Trockenrasen und Steppenrasen wiederherzustellen. Über die Anlage einer Benjeshecke und Erhalt einzelner Gebüschinseln werden zudem Lebensräume für zahlreiche Tiere erhalten. So wurde z.B. der Hirschkäfer, die Zauneidechse oder der Wendehals in der Vergangenheit auf der Fläche nachgewiesen. Durch die Freistellung der Fläche konnte ein Bewirtschafter für die Beweidung mit Schafen und Ziegen gewonnen werden.

2023 Erstpflege eines Halbtrockenrasens (LRT 6210) im Lindental bei Reinsdorf

Der Eigentümer eines 0,33 ha großen Trockenrasens bat die Natura 2000-Station bei der Umsetzung eines Landschaftspflegeprojektes um Hilfe. So wurde im Winterhalbjahr 2023/24 die Ersteinrichtung des wertvollen Grünlandes umgesetzt. In den Jahren zuvor fand keine ausreichende Bewirtschaftung der Fläche statt, sodass diese sukzessive von Gehölzen bewachsen wurde. Im Rahmen des Projektes wurde unerwünschter Gehölzaufwuchs entfernt, um das Offenland wiederherzustellen. Die Fläche wird dem FFH-Lebensraumtyp 6210 „Naturnahe Kalk-Trockenrasen“ zugeordnet und beinhaltet zahlreiche seltene Pflanzenarten. Aber auch Zauneidechsen oder der Neuntöter profitieren von den aufgewerteten Offenlandbereichen.

2023 Pflege der Streuobstbestände am Kämmersberg bei Bendeleben

Auf einer ca. 13 ha großen Streuobstwiese am Kämmersberg bei Bendeleben wurde im Winterhalbjahr 2023/24 der Obstbaumbestand gepflegt. Der Bewirtschafter der Fläche wurde bei der Projektbeantragung und -umsetzung durch die Mitarbeitenden der Natura 2000-Station unterstützt. Um die Obstbäume als wichtigen Lebensraum für diverse Tiere längerfristig zu bewahren, musste ein Erhaltungsschnitt umgesetzt werden. So konnten die Höhlen und Spalten in den Stämmen sowie stehendes Totholz erhalten werden. Hier finden z.B. Fledermäuse und höhlenbrütende Vögel eine Unterschlupf- und Nistmöglichkeit.

2022 Erhalt der Streuobstwiese am Höckfeld bei Rottleben

Projektbeschreibung folgt.

2022 Erstpflege von Halbtrockenrasen und Streuobstwiesen im GLB "Weinberg" bei Bendeleben

Projektbeschreibung folgt.

2022 Wiederherstellung des Kalk-Magerrasens südlich Bliederstedt

Projektbeschreibung folgt.

2022 Entbuschung eines Halbtrockenrasens im Keltertal bei Steinthaleben

Projektbeschreibung folgt.

2022 Optimierung eines Grabensystems bei Rottleben für die Kreuzkröte und Helm-Azurjungfer

Projektbeschreibung folgt.

2022 Optimierung des Quellgebiets des Kyffhäuserbaches nordwestlich von Udersleben al Amphibienhabitat

Projektbeschreibung folgt.

2022 Wiederherstellung des Habitats des Frühlings-Feenkrebses bei Limlingerode

Projektbeschreibung folgt.

2022 Aufwertung des Teichkomplexes südlich Großwechsungen als Amphibienhabitat

Projektbeschreibung folgt.

2021 Anbindung und Pflege eines Grabens bei Artern für Helm- und Vogel-Azurjungfer

Die Projektfläche liegt östlich von Artern und befindet sich im FFH-Gebiet „Mönchenried und Helmegräben bei Artern“. Mit diesem Projekt wurde der Lebensraum der europaweit geschützten Helm- und Vogel-Azurjungfer auf einer Länge von 2,4 km gepflegt und entwickelt. Dafür waren der Gehölzrückschnitt und die Grabenräumung des oberen Abschnittes sowie die Krautung des gesamten Grabens nötig. Außerdem wurde das defekte Zulaufbauwerk repariert. Das Projekt wurde im Herbst 2021 begonnen und bis zum Frühjahr 2022 durchgeführt. Es konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

 

 nachher_Artern_Graben 

2021 Entbuschung, Mahd und Obstbaumschnitt auf dem Gemeindeanger Badra

Die Projektfläche liegt südwestlich von Badra und befindet sich im Naturpark Kyffhäuser. Mit diesem Projekt wurde der Biotoptyp „Streuobstwiese“ auf einer Fläche von ca. 1,5 ha wiederhergestellt. Das Projekt wurde vom Feuerwehrverein Badra initiiert. Die Natura 2000-Station begleitete das Projekt während der gesamten Laufzeit, stellte den Fördermittelantrag, betreute die fachliche Umsetzung und Abrechnung der Projektmittel. Es wurde im Winterhalbjahr 2021/2022 durchgeführt und konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

 

vorher_Badra_Streuobstwiese Anger

nachher_Badra_Streuobstwiese Anger

 

Fotos: Projektfläche links vor der Maßnahmenumsetzung und rechts nach den Pflegemaßnahmen

2021 Pflege und Nachpflanzung einer Streuobstwiese südlich von Oberspier

Die Projektfläche liegt südlich von Oberspier. Mit diesem Projekt wurde der Biotoptyp „Streuobstwiese“ mit zahlreichen, alten Obstsorten auf einer Fläche von 1,55 ha gepflegt. Das Projekt wurde von den Flächeneigentümern initiiert. Die Natura 2000-Station begleitete das Projekt während der gesamten Laufzeit, stellte den Fördermittelantrag, betreute die fachliche Umsetzung und Abrechnung der Projektmittel. Es wurde im Winterhalbjahr 2021/2022 durchgeführt und konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

 

 vorher_Oberspier_Streuobstwiese 

 nachher_Oberspier_Streuobstwiese 

 

Fotos: Projektfläche links vor den Maßnahmen und rechts nach der Baumpflege und Nachpflanzung

2021 Aufwertung und Nachpflanzung einer Streuobstwiese westlich Ebeleben

Die Projektfläche liegt westlichlich von Ebeleben. Mit diesem Projekt wurde der Biotoptyp „Streuobstwiese“ auf einer Fläche von 0,66 ha durch fachgerechten Erhaltungsschnitt der alten Obstbäume gepflegt und durch Nachpflanzungen hochstämmiger Obstbäume aufgewertet. Das Projekt wurde von der Diakonie Doppelpunkt Ebeleben initiiert. Die Natura 2000-Station begleitete das Projekt während der gesamten Laufzeit, stellte den Fördermittelantrag, betreute die fachliche Umsetzung und Abrechnung der Projektmittel. Es wurde im Winterhalbjahr 2021/2022 durchgeführt und konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

 

 vorher_Ebeleben_Streuobstwiese 

 nachher_Ebeleben_Streuobstwiese 

 

Fotos: Streuobstwiese bei Ebeleben links vor den Maßnahmen und rechts nach der Obstbaumpflege und Nachpflanzung

2021 Erhalt und Wiederherstellung der Trocken-/Halbtrockenrasen-Strukturen bei Großlohra

Die Projektfläche liegt zwischen Elende und Großwerden und befindet sich nahe dem Naturschutzgebiet „Westliche Hainleite“ und dem FFH-Gebiet „Westliche Hainleite - Wöbelsburg“. Mit diesem Projekt wurde der Biotoptyp „Trocken-/Halbtrockenrasen“ auf einer Fläche von ca. 5 ha durch Entnahme von Pioniergehölzen und Trockengebüschen gepflegt werden. Das Projekt wurde im Winterhalbjahr 2021/2022 durchgeführt und konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

 

 vorher_Großlohra_Trockenrasen 

 nachher_Großlohra_Trockenrasen 

2021 Naturschutzfachliche Aufwertung des Rottleber Teiches

Die Projektfläche liegt nördlich von Rottleben und befindet sich im Naturpark Kyffhäuser sowie nahe dem FFH-Gebiet „Kyffhäuser - Badraer Schweiz - Solwiesen“. Mit diesem Projekt wurde der Lebensraum von zahlreichen Tieren wie Teichmolchen, Ringelnattern und Zauneidechsen auf einer Fläche von ca. 1200 m2 Teich sowie ca. 500 m2 Landlebensraum aufgewertet. Die Projektmaßnahmen umfassten die Sedimententnahme, Profilierung von Flachwasserbereichen, Bepflanzung der Ufer und Anlage von Lesesteinhaufen, Trockenmauern sowie einer Blühwiese. Das Projekt wurde von der Gemeinde Kyffhäuserland initiiert. Die Natura 2000-Station begleitete das Projekt während der gesamten Laufzeit, stellte den Fördermittelantrag, betreute die fachliche Umsetzung und Abrechnung der Projektmittel. Es wurde im Winterhalbjahr 2021/2022 durchgeführt und konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

 

  vorher_Rottleben_Teich  

 nachher_Rottleben_Teich 

 

Fotos: Teich bei Rottleben links vor und rechts nach der naturschutzfachlichen Aufwertung

2021 Erhalt einer Streuobstwiese bei Rottleben

Die Projektfläche liegt südwestlich von Rottleben und befindet sich im Naturpark Kyffhäuser. Mit diesem Projekt wurde der Biotoptyp „Streuobstwiese“ auf einer Fläche von 0,7 ha gepflegt. Das Projekt wurde von den Flächeneigentümern initiiert. Die Natura 2000-Station begleitete das Projekt während der gesamten Laufzeit, stellte den Fördermittelantrag, betreute die fachliche Umsetzung und Abrechnung der Projektmittel. Es wurde im Winterhalbjahr 2021/2022 durchgeführt und konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

 

 nachher_Rottleben_Streuobstwiese 

 

Foto: Streuobstwiese bei Rottleben nach den Pflegemaßnahmen

2021 Instandsetzung einer Streuobstwiese bei Ichstedt

Die Projektfläche liegt nordwestlich von Ichstedt und befindet sich im FFH-Gebiet „Kyffhäuser - Badraer Schweiz - Solwiesen“, dem Naturpark Kyffhäuser und dem Naturschutzgebiet „Ichstedter Lehde“. Mit diesem Projekt wurde der Biotoptyp „Streuobstwiese“ auf einer Fläche von 0,5 ha gepflegt. Das Projekt wurde von den Flächeneigentümern initiiert. Die Natura 2000-Station begleitete das Projekt während der gesamten Laufzeit, stellte den Fördermittelantrag, betreute die fachliche Umsetzung und Abrechnung der Projektmittel. Es wurde im Winterhalbjahr 2021/2022 durchgeführt und konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

 

 vorher_Ichstedt_Streuobstwiese 

   nachher_Ichstedt_Streuobstwiese

 

Fotos: Streuobstwiese bei Ichstedt links vor und rechts nach der Umsetzung der Pflegemaßnahmen

2021 Instandsetzung einer Streuobstwiese bei Reinsdorf

Die Projektfläche liegt südlich von Reinsdorf. Mit diesem Projekt wurde der Biotoptyp „Streuobstwiese“ auf einer Fläche von 0,35 ha durch Obstbaumschnitt und Entbuschung gepflegt. Es erfolgte eine Aufwertung durch Nachpflanzung junger Obstgehölze und die Anlage von Reptilienhabitaten. Das Projekt wurde von den Flächeneigentümern initiiert. Die Natura 2000-Station begleitete das Projekt während der gesamten Laufzeit, stellte den Fördermittelantrag, betreute die fachliche Umsetzung und Abrechnung der Projektmittel. Es wurde im Winterhalbjahr 2021/2022 durchgeführt und konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

 

 vorher_Reinsdorf_Streuobstwiese 

 nachher_Reinsdorf_Streuobstwiese 

 

Fotos: Streuobstwiese bei Reinsdorf links vor den Maßnahmen und rechts nach den Pflege- und Entbuschungsmaßnahmen sowie den Nachpflanzungen

2021 Pflege und Wiederherstellung von Offenlandstrukturen bei Badra

Die Projektfläche liegt südlich von Badra. Sie befindet sich im Naturpark Kyffhäuser und angrenzend an das FFH-Gebiet „Dickkopf - Bendeleber Forst - NSG Gatterberge“. Mit diesem Projekt wurden die Biotoptypen „Streuobstwiese“ und „Trocken-/Halbtrockenrasen“ auf einer Fläche von insgesamt 2,5 ha wiederhergestellt. Das Projekt wurde vom Kyffhäuser Landgut GmbH initiiert. Die Natura 2000-Station begleitete das Projekt während der gesamten Laufzeit, stellte den Fördermittelantrag, betreute die fachliche Umsetzung und Abrechnung der Projektmittel. Es wurde im Winterhalbjahr 2021/2022 durchgeführt und konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

 

  vorher_Badra_Landgut  

 nachher_Badra_Landgut 

 

Fotos: links vor der Maßnahme und rechts nach der umfangreichen Entbuschung

2021 Anlage eines Kreuzkrötenhabitates bei Niederbösa

Auf einer Wiese südwestlich von Niederbösa wurde im November 2021 ein Tümpel als Habitat für die Kreuzkröte angelegt. Mit diesem Projekt soll die Population der in Thüringen gefährdeten und laut Bundesnaturschutzschutzgesetz streng geschützten Kreuzkröte gefördert werden. Es ist nötig kleine Standgewässer als Laichhabitate in der Landschaft zu erhalten oder anzulegen. Nachdem im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) des Kyffhäuserkreises bereits in Voigtstedt und Hemleben Kreuzkrötengewässer anlegt wurden, sollte nun ein weiteres bei Niederbösa geschaffen werden. Hierfür wurde ein Tümpel profiliert und mit Kies und Steinen befüllt. Angrenzend wurde ein Lesesteinhaufen und Totholzareal als Rückzugsraum an Land errichtet. Im Frühjahr 2022 wird die UNB das Gewässer mit Kreuzkröten-Laich aus benachbarten Gewässern beimpfen, um eine neue Teilpopulation zu etablieren.

 

 nachher_Niederbösa_Kreuzkröte 

 

Foto: Neu angelegtes Kreuzkrötenhabitat mit Totholzareal und Lesesteinhaufen

2021 Pflege der Salzwiesen bei Kachstedt

Die Projektfläche liegt südwestlich von Kachstedt und befindet sich im FFH-Gebiet „Esperstedter Ried - Salzstellen bei Artern“. Mit diesem Projekt wurden die Lebensraumtypen „Binnensalzstellen“ und „Magere Flachlandmähwiesen“ auf einer Fläche von 0,65 ha gepflegt. Dabei wurden Feuchtmulden angelegt, um eine zukünftige Bewirtschaftung der umliegenden Flächen zu erleichtern. Das Projekt wurde von August bis Oktober 2021 durchgeführt und konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

 

 vorher_Kachstedt_Salzwiesen 

Kachstedt_Salzwiesen_Feuchtmulde

 

Foto links: nasse Bodenbedingungen vor der Maßnahmenumsetzung
Foto rechts: angelegte Feuchtmulde zur besseren Bewirtschaftung umliegender Flächen

2020 Erhalt und Wiederherstellung eines Halbtrockenrasens mit Streuobststrukturen bei Oberheldrungen

Die Natura 2000-Station unterstützte einen Landnutzer bei der Planung und Umsetzung dieses Projektes. Die Projektfläche liegt westlich von Oberheldrungen und befindet sich im Naturschutzgebiet „Kahle Schmücke bei Heldrungen“ und dem FFH-Gebiet „Westliche Schmücke - Spatenberge“. Mit diesem Projekt wurde der Biotoptyp Halbtrockenrasen mit Streuobststrukturen auf einer Fläche von 3,2 ha wiederhergestellt. Das Projekt wurde im Winterhalbjahr 2020/21 durchgeführt und konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

 

  vorher_Gorsleben_Kahle Schmücke  

 nachher_Gorsleben_Kahle Schmücke 

 

Foto links: vor den Maßnahmen
Foto rechts: nach Entbuschung und Pflegeschnitt der Obstbäume

2020 Ökologische Aufwertung des mittleren Teiches im Gewässerkomplexes Teichtal (Hainrode) unter Berücksichtigung des Amphibienschutzes

Von November 2020 bis April 2021 wurde der mittlere Teich im Teichtal bei Hainrode aufgewertet, um dessen Eignung als Amphibienlebensraum zu verbessern. Der Gewässerkomplex Teichtal ist von außergewöhnlicher Bedeutung für seltene Amphibien wie dem europaweit geschützten Kammmolch (Triturus cristatus). Außerdem wurden Berg- und Teichmolche, Teich- und Grasfrösche sowie Erd- und Geburtshelferkröten nachgewiesen.

 

Eine Vorstudie aus dem Jahr 2019 analysierte die Möglichkeit zur Aufwertung des Teiches und die dafür nötigen Maßnahmen wurden geplant. Mit dem jetzigen Projekt wurden diese Maßnahmen umgesetzt. Im Sommer wurde der mittlere Teich abgelassen und durch eine Sömmerung sollte der Schlammabbau gefördert werden. Es erfolgte die Umgestaltung des Nordufers durch Anlage von Flachwasserbereichen in Form von Buhnen, der Müll und Unrat im Teich wurde abgesammelt und das Auslaufbauwerk wurde mit einem Schlammfang versehen. Nachdem im Frühjahr der Teich wieder mit Wasser bespannt war, wurden die Flachwasserbereiche mit Vegetation bepflanzt. Im Frühjahr 2021 konnten bereits zahlreiche Amphibien in den Flachwasserbereichen beobachtet werden.

 

 Teichtal_Flachwasserbereich 

 

Foto: Errichteter Flachwasserbereich am Ufer des mittleren Teiches

2020 Erhalt und Wiederherstellung der Offenlandbereiche im GLB Mittlers Helbetal

Die Projektfläche liegt östlich von Thüringenhausen und befindet sich im Geschützten Landschaftsbestandteil (GLB) „Mittleres Helbetal“. Mit diesem Projekt wurde der Lebensraumtyp „Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien“ auf einer Fläche von ca. 3 ha wiederhergestellt. Das Projekt wurde im Winterhalbjahr 2020/21 durchgeführt und konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

 

  vorher_Thüringenhausen Helbeufer  

 nachher_Thüringenhausen Helbeufer 

 

Foto links: vor der Maßnahmenumsetzung
Foto rechts: nach der Entnahme unerwünschter Gehölze

2020 Naturschutzfachliche Wiederherstellung der Streuobstwiese an der Funkenburg in Westgreußen

Die Projektfläche liegt westlich von Westgreußen. Mit diesem Projekt wurde der Lebensraumtyp „Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstatien“ und der Biotoptyp „Streuobstwiese“ auf einer Fläche von 0,35 ha wiederhergestellt. Das Projekt wurde im Winterhalbjahr 2020/21 durchgeführt und konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

 

  vorher_Westgreußen Streuobstwiese

 nachher_Westgreußen Streuobstwiese

 

Foto links: vor der Maßnahmenumsetzung
Foto rechts: nach Wiederherstellung der Streuobstwiese

2020 Erhalt und Verbesserung der Kalk-Trockenrasen- und Heidebestände westlich des Panoramamuseums bei Bad Frankenhausen

Die Projektfläche liegt westlich des Panoramamuseums Bad Frankenhausen und befindet sich im FFH-Gebiet „Kyffhäuser - Badraer Schweiz - Solwiesen“. Mit diesem Projekt wurden die Lebensraumtypen „Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstation“ sowie teilweise Bereiche mit „Trockenen europäischen Heiden“ auf einer Fläche von 4,34 ha gepflegt. Das Projekt wurde im Winterhalbjahr 2020/21 durchgeführt und konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

 

vorher_Bad Frankenhausen Panoramamuseum

nachher_Bad Frankenhausen Panoramamuseum

Fotos: Verbuschter Steilhangbereich links vor und rechts nach den Pflegemaßnahmen

2020 Erhalt der Offenlandbereiche im NSG Gatterberge in der Gemarkung Hachelbich

Die Projektfläche liegt nördlich der Gemeinde Hachelbich und befindet sich im FFH-Gebiet „Dickkopf - Bendeleber Forst - NSG Gatterberge“. Mit diesem Projekt wurden die Lebensraumtypen „Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien“ und „Extensive Mähwiesen des Flach- und Hügellandes“ auf einer Fläche von ca. 1,3 ha gepflegt. Das Projekt wurde im Winterhalbjahr 2020/21 durchgeführt und konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

 

 vorher_Hachelbich Gatterberg  

 nachher_Hachelbich Gatterberg 

 

Foto links: vor der Maßnahmenumsetzung
Foto rechts: nach Entnahme unerwünschter Gehölz

2020 Erhalt und Wiederherstellung der Offenlandlebensräume an den Lückenhügeln östlich Bad Frankenhausen

Die Projektfläche liegt östlich von Bad Frankenhausen und befindet sich auf dem sog. Lückenhügel. Mit diesem Projekt wurde der Biotoptyp „Trocken- und Halbtrockenrasen“ auf einer Fläche von ca. 4 ha wiederhergestellt. Das Projekt wurde im Winterhalbjahr 2020/21 durchgeführt und konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

 

 vorher_Bad Frankenhausen Lückenhügel 

 nachher_Bad Frankenhausen Lückenhügel 

 

Foto links: vor der Maßnahmenumsetzung
Foto rechts: nach Entnahme unerwünschter Pioniergehölze und Gebüsche

2020 Sanierung des Wipper-Altarms bei Hachelbich

Die Projektfläche liegt bei Hachelbich und ist als Naturdenkmal „Wipperaltarm“ ausgewiesen. Mit diesem Projekt wurde ein naturnahes Standgewässer auf einer Fläche von 500 m2 gepflegt. Das Projekt wurde im Januar 2021 durchgeführt und konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

 

vorher_Hachelbich Altarm

nachher_Hachelbich Altarm

Foto links: vor der Maßnahmenumsetzung
Foto rechts: nach Beräumung und Eintiefung des Altarms

2019 Erhaltung der Artenvielfalt und historischer Nutzung artenreicher Berg- und Feuchtwiesen im Südharz durch angepasste Beweidung und Erfassung des Arteninventars

Der nördlichste Teil des Landkreises Nordhausen ist überwiegend von zusammenhängenden Fichten- und Laubmischwäldern bedeckt. Durch die jahrhundertelange Nutzung als Wiesen und Weiden haben sich im Umfeld der Ortschaften einzelne Offenlandflächen erhalten. Diese wurden primär als Schnittwiesen und Weide genutzt. Bei den fünf Projektflächen handelt es sich um als Rinderweiden genutzte Bergwiesentäler mit einer Gesamtgröße von 13,94 Hektar. Diese befinden sich nördlich von Nordhausen bei Ilfeld / Netzkater in der Gemeinde Harztor und bei Rothesütte / Stadt Ellrich. Charakteristisch für die Projektflächen sind feuchte bis nasse, teils moorige Bereiche, die partiell mit Erlen durchsetzt sind. Sie sind entstanden durch die langjährige extensive Beweidung mit Rindern der Rasse „Harzer Rotvieh“. Für die auf den Weiden vorkommenden Tier- und Pflanzenarten sind halboffene bis offene Bereiche in den ansonsten geschlossenen Forstflächen von besonderer Bedeutung. Diese Übergangsbereiche von Wald, Bachläufen, feuchten bis nassen Stellen und offenen Wiesenflächen sind in den Harzer Kulturwaldflächen nahezu gänzlich verschwunden. Aufgrund ihrer Komplexität und Kleinräumigkeit sind die Offenlandlebensräume stark durch das sukzessive Einwandern von Gebüschen und Gehölzen gefährdet.

 

Foto: Harzer Rotvieh auf der Berewiese

 

 Rotvieh 

 

Das geplante Projekt begann 2019 und wird bis Ende 2021 fortgeführt. Der aktuelle Bewirtschafter ist aufgrund der deutlichen Verkleinerung der Feldblöcke gezwungen, die Nutzung der durch Binsen (Juncus sp.), Seggen (Carex sp.) und Schilfrohr (Phragmites australis) dominierten Bereiche der Weiden aufzugeben. Diese gehören wegen der geringen Futterwertzahlen nicht zu den landwirtschaftlich nutzbaren und förderfähigen Flächen. Da diese Flächen einen hohen naturschutzfachlichen Wert haben, sollen sie im Rahmen des NALAP-Projektes weiterhin beweidet werden. Der Bewirtschafter bekommt hierfür eine Ausgleichszahlung, um die Nutzung der knapp 14 Hektar wirtschaftlich zu machen. Im Projekt sollen zudem die positiven Auswirkungen der Rinderbeweidung dokumentiert und quantifiziert werden. Hierfür werden vier floristische Kartierungen der Projektflächen jeweils im Frühjahr und Spätsommer der Jahre 2020 und 2021 durchgeführt. Anhand der gewonnen Daten können anschließend konkrete Aussagen zu den Wirkungsmechanismen der Beweidung auf die außerordentlich wertvollen Vegetationsbestände getroffen werden. Insbesondere in Hinblick auf den Erhalt und die Entwicklung der Charakterarten im Gebiet, besitzt die Beweidung eine Schlüsselposition. Zudem soll durch die Erfassung des Arteninventars der besondere naturschutzfachliche Wert der Flächen bestätigt werden, da die letzte Erfassung im Rahmen der Offenlandbiotopkartierung 1996/97 erfolgte.

2019 Pflege der Offenlandbereiche im Teichtal bei Hainrode als Lebensraum für die Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans)

Im Winterhalbjahr 2019/2020 wurden Pflegemaßnahmen auf den Offenlandbereichen im Teichtal bei Hainrode durchgeführt. Nachdem die Fläche 2017/2018 erstmals gepflegt wurde, kam es erneut zu Stockausschlägen und Gehölzaufwuchs. Dadurch verschlechterte sich die Qualität der Lebensräume der Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) erheblich. Diese benötigt in räumlicher Nähe zu ihrem Laichgewässer kurzrasige oder offene Bodenstellen und geeignete Versteckplätze. Um diese wiederherzustellen, wurden der Aufwuchs von der Fläche entfernt und eine Regenerationsmahd auf der Fläche durchgeführt. Hierdurch soll auch der Erhaltungszustand des Kalk-Trockenrasens (LRT 6210) verbessert werden. Für die Nachpflege durch regelmäßige Beweidung oder Mahd wird weiterhin eine Lösung gesucht, um das erneute Verbuschen dieser wertvollen Fläche zu verhindern.

 

Foto: Offenlandbereich in der Nähe des Teichtals bei Hainrode vor den Pflegemaßnahmen

 

Projektfläche nach der Maßnahmenumsetzung

Projektfläche nach der Maßnahmenumsetzung

2019 Vorstudie zur Verbesserung des ökologischen Zustandes unter Berücksichtigung des Amphibienschutzes am mittleren Teich des Gewässerkomplexes Teichtal (Hainrode)

Im Teichtal südwestlich der Ortschaft Hainrode befinden sich drei anthropogen entstandene Teiche, welche vom Hainröder Bach gespeist werden. Dieser Gewässerkomplex ist von außergewöhnlicher Bedeutung für seltene Amphibien wie dem europaweit geschützten Kammmolch (Triturus cristatus). Außerdem wurden Berg- und Teichmolche, Teich- und Grasfrösche sowie Erd- und Geburtshelferkröten nachgewiesen.

 

Für den mittleren der drei Teiche hat der LPV Südharz/Kyffhäuser e.V. eine Vorstudie zur Verbesserung des ökologischen Zustandes beauftragt, weil dieser aufgrund von Verschlammung, Wassertrübung und Fischbesatz nur schlechte Lebensbedingungen für die Amphibien bot. Außerdem waren die Ein- und Auslassbauwerke in schlechtem Zustand, was die Umsetzung eines amphibiengerechten Wasserregimes erschwerte.

 

  Mittlerer Teich vor der Maßnahmenumsetzung 

 

Im Herbst 2019 wurde diese Vorstudie durchgeführt. Hierbei wurden folgende Vorgehensweisen für die Verbesserung des ökologischen Zustandes geplant und durchgeführt:

  • um die Fischfreiheit sicherzustellen und alle Beprobungen, Vermessungen und Baumaßnahmen durchzuführen wurde der Teich weitestgehend trockengelegt

  • Durchführung einer Schlammbeprobung um eine Belastung mit toxische Substanzen oder Schwermetallen auszuschließen, wodurch die Amphibien negativ beeinflusst werden könnten

  • es wurden Untersuchungen bezüglich des Zustands der Ein- und Auslaufbauwerke durchgeführt

  • die Gewässerstruktur wurde erkundet zur Planung von Tiefbau- und Modellierungsarbeiten im Uferbereich des Teiches, welche die Qualität als Amphibiengewässer verbessern würden

 

Diese Planungen sollen im NALAP-Projekt „Ökologische Aufwertung des mittleren Teiches im Gewässerkomplexes Teichtal (Hainrode) unter Berücksichtigung des Amphibienschutzes“ 2020/2021 umgesetzt werden.

 

 Trockengelegter Teich 

Foto: Trockengelegter Teich zur Vorbereitung der Baumaßnahmen

2019 Erhalt der Offenlandbereiche im LSG Bleicheröder Berge

Im Winterhalbjahr 2019/2020 wurde südlich von Bleicherode am sog. „Dachsberg“ ein Offenlandbereich wiederhergestellt. Die Projektfläche hat eine Gesamtgröße von ca. 1,15 Hektar und wies einen hohen Verbuschungsgrad auf. Die Offenlandbereiche am Dachsberg werden durch naturnahe Halbtrockenrasen geprägt. In den Randbereichen schließen sich Säume der trocken-warmen Standorte an, die anschließend in Trockengebüsche übergehen. Vereinzelt sind wilde Obstgehölze aufgewachsen. Auf der Fläche konnten bisher wertvolle Arten wie die Orchidee Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera) und die Zauneidechse (Lacerta agilis) nachgewiesen werden. Des Weiteren dient die Projektfläche der Fledermaus Großer Abendsegler (Nyctalus noctula) und dem Rotmilan (Milvus milvus) nachweislich als Nahrungshabitat.

 

Um den naturschutzfachlichen Zustand der Fläche zu verbessern, wurde der Gehölzaufwuchs teilweise entfernt, bis auf wenige, große Einzelgehölze oder Hecken als Landschaftselemente. Zudem wurde ein Triftweg angelegt, um die nachfolgende Bewirtschaftung durch die Weidetiere des Flächeneigentümers zu erleichtern.

 

  Fläche vor der Maßnahmenumsetzung

Foto: Fläche vor der Maßnahmenumsetzung


 Pflegefirma bei der Maßnahmenumsetzung 

Foto: Pflegefirma bei der Maßnahmenumsetzung

2019 Erhalt des naturschutzfachlich wertvollen Zustandes des Kalksteinbruchs am Filsberg

Im Winterhalbjahr 2019/2020 wurden auf dem Gebiet des ehemaligen Kalksteinbruchs am Filsberg südöstlich der Gemeinde Berka (Sondershausen) Landschaftspflegemaßnahmen im Offenlandbereich durchgeführt. Die Projektfläche hat eine Gesamtgröße von ca. 0,7 Hektar. Der ehemalige Steinbruch besitzt stellenweise noch Bereiche die durch den FFH-Lebensraumtyp 6210 (Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien) geprägt werden. Stellenweise sind offene Kalkschotterbereiche, die durch den ehemaligen Abbau entstanden sind, vorhanden. Durch die direkt angrenzenden Säume von Trockengebüschen und Schwarzkiefern-Mischwälder werden die schützenswerten Offenlandbereiche immer weiter zurückgedrängt. Diese dienen aber vielen seltenen und gefährdeten Arten als Lebensraum. Dazu gehören z.B. Reptilien wie Zauneidechse (Lacerta agilis), Schlingnatter (Coronella austriaca) und Blindschleiche (Anguis fragilis) sowie Vogelarten wie Dorngrasmücke (Sylvia communis), Neuntöter (Lanius collurio) und Grünspecht (Picus viridis). Außerdem konnte im Mai 2019 ein bemerkenswerter Bestand von über 60 Individuen der Orchidee Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera) auf der Fläche gefunden werden.

 

Im Rahmen des Projektes wurden primär die Kalkschotterbereiche von Gehölzen, wie dem Jungaufwuchs von Kiefern, befreit, sodass die Offenlandbereiche wiederhergestellt wurden. Eine eventuelle Nachpflege der Flächen wird von der Unteren Naturschutzbehörde des Kyffhäuserkreises übernommen.

 

 Verbuschte Projektfläche vor der Maßnahmenumsetzung 

Verbuschte Projektfläche vor der Maßnahmenumsetzung


 Projektfläche nach der Maßnahmenumsetzung 

Projektfläche nach der Maßnahmenumsetzung

2019 Initiierung einer Ganzjahresweide im Bereich der Bendeleber Sandgrube

Die Bendeleber Sandgrube am westlichen Rand des Kyffhäusers wird als außerordentlich bedeutsames Trittsteinbiotop zwischen Kyffhäuser und Windleite eingestuft (PEP 2010). Durch die enge Verzahnung von gut strukturierten Land- und Wasserlebensräumen hat sich im Projektgebiet ein regional bedeutsamer Biotopkomplex ausgebildet. Dieser ist geprägt durch die ehemalige Abbautätigkeit und ist mit verschiedenen, teils mesotrophen oder temporären Standgewässern, vegetationsarmen Abbauböschungen und -kuppen, ruderalen, lückigen, niedrigwüchsigen Magerasen bzw. dichteren, höherwüchsigen Stauden- und Grasfluren mit verschiedenen Gehölzbedeckungsgraden und Expositionen, Gebüschen, unterschiedlichen Gehölzpionierstadien und älteren Laubgehölzen reich strukturiert und stark reliefiert. Einhergehend mit der Vielfalt an bundesweit geschützten und z.T. stark gefährdeten Biotopen hat sich im Projektgebiet eine mannigfaltige Tier- und Pflanzenwelt etabliert.

 

Die Natura 2000-Station Südharz/Kyffhäuser hat in Zusammenarbeit mit dem NABU Thüringen, als Besitzer der Fläche und Antragsteller des Projektes, die Initiierung einer Ganzjahresweide auf der Bendeleber Sandgrube geplant. Ziel des Projektes war es, die Offenland- und Gewässerbereiche durch Beweidung frei zu halten. Hierfür wurde eine Umzäunung des 12,5 Hektar großen Gebietes geplant, damit eine Beweidung der gesamten Fläche und nicht nur einzelner Teile möglich wird.

 

 Habitatdiversität der Bendeleber Sandgrube 

Habitatdiversität der Bendeleber Sandgrube


 Errichteter Zaun um die Projektfläche zur Ermöglichung der Beweidung 

Errichteter Zaun um die Projektfläche zur Ermöglichung der Beweidung

2019 Erhalt der Offenlandbereiche im GLB „Feldberg“ bei Holzthaleben

Ende 2019 wurden nördlich der Gemeinde Holzthaleben im Kyffhäuserkreis Pflegemaßnahmen zum Erhalt eines Offenlandbereiches auf dem sog. Treibersberg durchgeführt. Die Projektfläche hat eine Gesamtgröße von ca. 1,25 Hektar. Die Offenlandbereiche am Treibersberg werden durch den FFH-Lebensraumtyp 6210 (Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien) geprägt. Stellenweise sind auch offene Kalkschotterbereiche vorhanden. Auf der Fläche wurden u.a. geschützte und gefährdete Arten, wie Zauneidechsen (Lacerta agilis) und Quendelschnecken, nachgewiesen. Die geschützten Amphibien Kammmolch (Triturus cristatus) und Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) nutzen den Hangbereich nachweislich als terrestrisches Habitat. Die Laichgewässer befinden sich in der Talsohle im Einzugsgebiet der Helbe. Des Weiteren konnten Vogelarten wie Baumpieper (Anthus trivialis) und Neuntöter (Lanius collurio) nachgewiesen werden.

 

Zum Erhalt dieser wertvollen Offenlandflächen wurden im Rahmen des Projektes alle jungen Eschen und Kiefern von der Fläche entfernt. Damit soll einer weiteren Verbuschung und Beeinträchtigung des Offenlandes vorgebeugt werden. Um die Nachhaltigkeit der Pflegemaßnahme abzusichern, wurde mit dem ortsansässigen Landwirtschaftsbetrieb vereinbart, dass er seine Schafherde hier zukünftig hüten wird.

 

 Projektfläche vor der Maßnahmenumsetzung 

Foto: Projektfläche vor der Maßnahmenumsetzung


  Projektfläche nach der Maßnahmenumsetzung mit blühendem Frühlings-Adonisröschen 

Foto: Projektfläche nach der Maßnahmenumsetzung mit blühendem Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis)

2019 Erhalt und Wiederherstellung der Offenlandbereiche im Jechaer Brückental

Im Kyffhäuserkreis, östlich von Sondershausen erfolgten im Winterhalbjahr 2019/2020 Pflegemaßnahmen eines verbuschten Grünlandbereiches im Jechaer Brückental. Das Projektgebiet besitzt eine Gesamtfläche von ca. 0,46 Hektar. Auf der Projektfläche ist in Folge der örtlichen Gegebenheiten vordergründig mesophiles Grünland zu finden. Das sind artenreiche Wiesen auf mäßig feuchten Standorten mit nicht zu hoher Nährstoffversorgung. Teilweise sind Halbtrockenrasenbereiche eigesprenkelt, diese erhöhen die Diversität zusätzlich. Zum Erhalt dieser Wiesen ist die regelmäßige Nutzung und Pflege der Flächen notwendig, da diese sonst durch aufwachsende Gehölze verbuschen. In dem Gebiet kommen geschützten Vogelarten, wie Grünspecht (Picus viridis), Wendehals (Jynx torquilla), Neuntöter (Lanius collurio) sowie Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) und Nachtigall (Luscinia megarhynchos), vor, welche bei den Pflegemaßnahmen ebenfalls Beachtung finden müssen.

 

Im Rahmen des Projektes wurden die aufgewachsenen Gehölze entfernt, bis auf einzelne solitäre Weißdorngebüsche, welche auf der Fläche belassen wurden, diese dienen u.a. als Rückzugsort und Singwarte für verschiedene Vogelarten. Ein Gebüschsaum verblieb ebenfalls als Pufferstreifen zum angrenzenden Acker. Für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Flächen erklärte sich ein privater Schafhalter bereit, die freigestellte Fläche durch seine Herde zukünftig zu beweiden.

 

 Projektfläche vor der Maßnahmenumsetzung 

Projektfläche vor der Maßnahmenumsetzung


 Projektfläche nach der Maßnahmenumsetzung 

Projektfläche nach der Maßnahmenumsetzung

2018 Erhalt und Wiederherstellung des Trockenrasens am Helbeufer bei Thüringenhausen

Im Winterhalbjahr 2018/2019 wurde östlich der Ortschaft Thüringenhausen eine stark verbuschte Trockenrasenfläche gepflegt. Die Projektfläche befindet sich am Helbeufer nahe der Ortschaft Thüringenhausen und hat eine Gesamtfläche von ca. 1,64 Hektar. Die Projektfläche wird in Folge der steilen Exposition am Helbeufer und der Südausrichtung durch Lebensräume der trocken- warmen Standorte geprägt. Auf der Fläche sind mosaikartig Trockenrasenbereiche zu finden, die in den Randbereichen in Säume und Gebüsche der trocken- warmen Standorte übergehen. In Folge der sukzessiven Ausdehnung der angrenzenden Gebüsch- und Saumbiotope wurden die schützenswerten Offenlandbereiche der Projektfläche immer weiter zurückgedrängt.  Außerdem sind auf der z.T. durch Gräser stark verfilzten Fläche Trockengebüsche und Pionierbaumarten aufgewachsen. Die Projektfläche wurde in der Vergangenheit als Hutungsfläche genutzt.

 

Im Rahmen des Projektes wurde die Fläche von Gebüschen und Gehölzen befreit. Die Arbeiten wurden im Februar 2019 abgeschlossen. Zukünftig wird die Pflegefläche durch den örtlichen Schäferbetrieb gepflegt.

 

 Projektfläche vor der Maßnahmenumsetzung 

Projektfläche vor der Maßnahmenumsetzung


 Projektfläche nach Abschluss des Projektes 

Projektfläche nach Abschluss des Projektes

2018 Erhalt und Wiederherstellung des Trockenrasens am Polarsch bei Niederbösa

Nördlich der Ortschaft Niederbösa wurde eine verbuschte Trockenrasenfläche gepflegt. Die Projektfläche befindet sich am sog. "Polarsch" inmitten von Ackerflächen und hat eine Gesamtfläche von ca. 1,8 Hektar. Auf der Fläche sind mosaikartig Trockenrasenbereiche zu finden. Es konnten hier in der Vergangenheit typische Halbtrockenrasenarten wie Adonis vernalis und Eryngium campestre nachgewiesen werden. In Folge der sukzessiven Einwanderung von Gebüschen (Weißdorn, Schlehe) und Pionierbaumarten wurden die schützenswerten Offenlandbereiche der Projektfläche immer weiter zurückgedrängt. Die Projektfläche wurde bis vor 5 Jahren als Hutungsfläche der ehemals ansässigen Schäferei genutzt.

 

Im Rahmen des Projektes wurde die Fläche von Gebüschen und Gehölzen befreit. Zusätzlich wurde eine Mahd mit anschließender Beräumung des Mahdgutes durchgeführt. Die Arbeiten wurden im Februar 2019 abgeschlossen. Zukünftig wird die Pflegefläche extensiv mit Rindern beweidet.

 

Projektfläche vor und nach der Maßnahmenumsetzung

Projektfläche vor und nach der Maßnahmenumsetzung

 

Foto: Projektfläche vor und nach der Maßnahmenumsetzung

2018 Erhalt und Verbesserung der Kalk-Trockenrasen- und Heidebestände am Panoramamuseum bei Bad Frankenhausen

In diesem Nalap- Projekt der Natura 2000 Station Südharz/Kyffhäuser wurde eine Projektfläche westlich des Panorama-Museums bei Bad Frankenhausen im FFH-Gebiet Nr. 11 („Kyffhäuser - Badraer Schweiz - Solwiesen“) gepflegt. Das Projektgebiet mit einer Größe von ca. 1,2 ha beheimatet eine der bedeutendsten bodensauren Flächen auf basischem Gipsgestein in Thüringen. Sie wird vordergründig durch den Lebensraumtyp 6210 (Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien) geprägt, wobei flächendeckend Bereiche des LRT`s 4030 (Trockene europäische Heiden) mosaikartig eingesprenkelt sind. Der außerordentliche hohe naturschutzfachliche Wert der Fläche wird u. a. durch das Vorkommen sehr seltener und gefährdeten Pflanzenarten, wie Aira caryophyllea, Aira praexox, Gagea saxatilis, Spergula pentandra begründet.

 

In Folge der fortschreitenden Ausdehnung der angrenzenden Wald-und Saumbiotope wurden die schützenswerten Offenlandbereiche immer weiter zurückgedrängt. Vor allem das Eindringen von Gebüschen und Pioniergehölzen gefährdete die Magerrasen und Heidebestände signifikant. Im Rahmen des Projektes wurden Gebüsche und Gehölze entfernt. Außerdem wurde die Kieferstreuauflage behutsam abgeharkt. Vereinzelt wurden Rohbodenstellen zur Verjüngung der Heidebestände angelegt. Das Projekt konnte im Januar 2019 erfolgreich abgeschlossen werden. Zukünftig wird die Fläche durch den ortsansässigen Schäfereibetrieb gepflegt.


Foto: Fläche vor der Maßnahmenumsetzung

 

Fläche vor der Maßnahmenumsetzung

Fläche vor der Maßnahmenumsetzung


Foto: Fläche nach der Maßnahmenumsetzung

 

Fläche nach der Maßnahmenumsetzung

Fläche nach der Maßnahmenumsetzung 


Foto: Arbeiter der Pflegefirma beim Abplaggen des Oberbodens

 

Arbeiter der Pflegefirma beim Abplaggen des Oberbodens

Arbeiter der Pflegefirma beim Abplaggen des Oberbodens

2018 Erhalt der Offenlandbereiche im NSG Gatterberge

Das NSG "Gatterberge" gehört zum  FFH-Gebiet Nr. 12 (,,Dickkopf - Bendeleber Forst - NSG Gatterberge“) und wird durch die Lebensraumtypen 6210 (Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien) und  6510 (Extensive Mähwiesen des Flach- und Hügellandes) geprägt. In den Randbereichen schließen sich Säume der trocken-warmen Standorte an, die anschließend in Trockengebüsche oder Trockenwälder übergehen. Das ca. 0,6 Hektar große Projektgebiet befindet sich im östlichen Teil des NSG "Gatterberge". Hier befindet ein durch Gebüschaufwuchs abgetrennter Offenlandbereich der im Rahmen des Projektes freigestellt wurde. Durch die isolierte und abgetrennte Lage der Fläche war eine Bewirtschaftung in den letzten Jahren nicht möglich. Im Rahmen des Projektes wurde die Fläche von Gehölzen und Gebüschen befreit. Außerdem wurde ein Triftweg vom angrenzenden Feldblock eingerichtet, um eine kontinuierliche Bewirtschaftung der Fläche zu ermöglichen. Die Maßnahmen wurden im Dezember 2018 abgeschlossen. Die Beweidung der Fläche wurde mit dem örtlichen Schäfereibetrieb abgestimmt und beginnt 2019.


 Projektfläche vor der Maßnahmenumsetzung 

Foto: Projektfläche vor der Maßnahmenumsetzung


 Projektfläche nach der Maßnahmenumsetzung 

Foto: Projektfläche nach der Maßnahmenumsetzung

2018 Maßnahmen zur Habitatverbesserung für die Geburtshelferkröte im Teichtal

Zu ihrem deutschen Namen ist die Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) wegen ihrer sehr außergewöhnlichen Fortpflanzungsstrategie gekommen. Die vom Weibchen ausgeschiedenen Eischnüre wickelt sich das Männchen mit geschickten Beinbewegungen um die eigenen Hinterbeine. Geburtshelferkröten benötigen eng miteinander verbundene Landlebensräume und Laichhabitate. Während im Gegensatz zu vielen anderen Amphibienarten keine besonderen Ansprüche an das Laichgewässer gestellt werden – außer, dass diese i. d. R. fischfrei sein müssen – erfordern die Landlebensräume ein besonderes Augenmerk. Diese müssen sich in unmittelbarer Nähe zum Laichgewässer befinden und kurzrasige Bereiche bis hin zu offenen Bodenstellen sowie geeignete Versteckplätze aufweisen.

 

Im Teichtal bei Hainrode wurde zum Erhalt dieser einzigartigen Amphibien ein neuer Landlebensraum geschaffen. Dazu wurde ein ca. 0,6 Hektar großer Hangbereich in der Nähe des oberen Teiches von Gehölzen befreit. Die neu geschaffene Offenlandfläche nutzt die Geburtshelferkröte nun nachweislich als Lebensraum außerhalb der Fortpflanzungszeit. Die Ersteinrichtung der Fläche wurde im Februar 2018 abgeschlossen. Eine Nachpflege erfolgte in den Sommermonaten 2018.

 

Foto: Projektfläche vor und nach den Pflegemaßnahmen

Projektfläche vor und nach den Pflegemaßnahmen

Teichtal


 Foto: Geburtshelferkröte aus dem Teichtal bei Hainrode

 

Geburtshelferkröte

2018 Erhalt und Verbesserung der Heidebestände am Heidemaul

Das sog. „Heidemaul“ befindet sich südlich der Ortschaft Auleben im LSG Helmestausee und ist in den Naturpark Kyffhäuser integriert. Das Projektgebiet zeichnet sich durch noch relativ großflächige und zusammenhängende Caluna-Bestände (Heidekraut) aus. Der anstehende Untergrund ist alkalisch verwitternder Roter Sandstein. Teile der Projektfläche werden dem LRT 4030 (Trockene europäische Heiden) zugeordnet. Der hohe naturschutzfachliche Wert der Fläche wird u. a. durch das Vorkommen verschiedener charakteristischer Säurezeiger wie der in Thüringen gefährdeten Jasione montana begründet.

 

In Folge der sukzessiven Ausdehnung der angrenzenden Wald-und Saumbiotope wurden die schützenswerten Heidebestände immer weiter zurückgedrängt. Außerdem waren auf der z.T. durch Gräser stark verfilzten Fläche Trockengebüsche und Pionierbaumarten aufgewachsen. Zum Erhalt der Heide-Bestände wurde in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Kyffhäuser ein Nalap-Projekt initiieret. Es wurden Pioniergehölze und Trockengebüsche sowie deren Stockausschläge durch eine Pflegefirma entfernt. Anschließend wurde eine Regenerationsmahd mit Beräumung des Mahdgutes durchgeführt. Des Weiteren wurde zur Verjüngung der Heidebestände partiell Rohbodenstellen angelegt. Die Arbeiten wurden im November 2018 erfolgreich abgeschlossen. Um den Pflegezustand der Fläche langfristig zu sichern, organisierte die Natura 2000 Station Südharz/Kyffhäuser eine kontinuierliche Nutzung der Fläche ab 2019 durch den örtlichen Schäfereibetrieb.


Projektfläche nach der Maßnahmenumsetzung 

Foto: Projektfläche vor der Maßnahmenumsetzung


 Projektfläche nach der Maßnahmenumsetzung 

Foto: Projektfläche nach der Maßnahmenumsetzung

2017 Anlage eines Kleinstgewässers für die Gelbbauchunke im FFH-Gebiet Nr. 6

Die Vorkommen der Gelbbauchunke (Bombina variegata) im Landkreis Nordhausen sind aufgrund ihrer Lage an der Arealgrenze und ihrer Isoliertheit vom übrigen, geschlossenen Verbreitungsgebiet in Deutschland aus naturschutzfachlicher Sicht von außerordentlich großem Interesse und für Thüringen von besonderer Bedeutung. In der Rüdigsdorfer Schweiz befinden sich die letzten Primärhabitate dieser Amphibienart in Thüringen. Zur Verbesserung der Lebensraumsituation wurden im Rahmen eines Nalap-Projektes neue Laichgewässer angelegt. Konkretes Ziel des Projektes war die Verbesserung und Aufwertung des Lebensraums sowie der Erhalt und die Förderung der Gelbbauchunkenpopulation durch ein verbessertes Angebot an Reproduktionsgewässern. Das Projekt wurde im Februar 2018 abgeschlossen.

 

Gelbbauchunke

Gelbbauchunke (Bombina variegata) im Projektgebiet

Gelbbauchunke

Teich

Foto: Neu angelegtes Laichgewässer für die Gelbbauchunke

2017 Wiederherstellung einer Orchideen-Feuchtwiese bei Badra

Im Kyffhäuserkreis nahe der Ortschaft Badra wurde im Winterhalbjahr 2017/2018 eine stark zugewachsene Feuchtwiese wiederhergestellt. Auf der Projektfläche ist das letzte Vorkommen des Breitblättrigen Knabenkrautes (Dactylorhiza majalis) im Kyffhäuserkreis zu finden. Der Lebensraum dieser Orchidee beschränkt sich auf extensiv bewirtschaftete Feuchtwiesen, welche im Gebiet nur noch in Relikten vorkommen. Um die lichtbedürftige Orchidee zu fördern wurde die Projektfläche von Weidengebüschen und andere Pioniergehölzen befreit. Außerdem wurde eine Mahd durchgeführt.

 

Um die Nachhaltigkeit der Pflegemaßnahmen abzusichern, vereinbarte die Natura-2000- Station Südharz/Kyffhäuser eine regelmäßige Beweidung der Fläche. Seit dem Frühsommer 2018 beweiden Rinder eines ortsansässigen Landwirtschaftbetriebes die Feuchtwiese. Bereits im September 2018 konnte eine signifikante Verbesserung der Feuchtwiesenstrukturen in Folge der Pflegmaßnahmen und der anschließenden Beweidung festgestellt werden.

 

Projektfläche vor und nach der Maßnahmenumsetzung

Foto: Projektfläche vor und nach der Maßnahmenumsetzung

Projektfläche vor und nach der Maßnahmenumsetzung

Beweidung der gepflegten Fläche mit Rindern

Foto: Beweidung der gepflegten Fläche mit Rindern